DAS OKKULTE

Okkulte Phänomene aus biblischer Sicht


Was ist das Okkulte?
Ursprünglich stammt der Begriff von dem lateinischen occultus = geheim, verborgen. In seiner heutigen Bedeutung geht er auf den Titel eines Werkes von Agrippa von Nettesheim - De occulta philosophia sive de magia - zurück, in dem die geheimnisvollen Kräfte von Natur und Seele behandelt werden.
Das Okkulte hat es mit dem Übersinnlichen zu tun, mit den rational kaum noch erfaß­baren Phänomenen. Es schließt aber auch mystische Erkenntnis und magische Kräfte mit ein, die von der Welt der Geister empfangen werden. Solche Beherrscher okkulter Kräfte sind bekannt als Medizinmänner, Schamanen, Zauberer, Hexenmeister und Hexen, Medien, übersinnlich Begabte, Priester, Astrologen, Gurus, Yogis, Seher oder Heiler u.a.m.

Die einen, die mit diesen okkulten Kräften zu tun haben, schreiben sie einer Reihe von Gottheiten zu, andere einer dem Universum innewohnenden »kosmischen Kraft«. Wieder andere sagen, sie bedienen sich lediglich einer normalen Kraft des menschlichen Geistes, die in einem besonderen Bewusstseinszustand nutzbar gemacht werden kann. Dann gibt es schließlich noch solche, die die okkulten Kräfte dem Gott der Bibel zuschreiben.

Okkultismus trotz Aufklärung
Der Okkultismus blüht heute. Das überrascht, denn an sich gibt sich unsere „aufgeklärte“ Zeit über alles Übersinnliche erhaben. Aberglaube, Magie Teufel und Dämonen sind Begriffe, die der moderne Mensch scheinbar überwunden hat.

Aber die Gründung von Satanskirchen heute, satanistisch motivierte Ritualmorde, die Aufführung von spiritistischen Filmen wie Der Exorzist, das Aufkommen von Rockgruppen, die bewusst mit magischen Symbolen und okkulten Texten arbeiten, sowie die wachsende Angebotsflut fernöstlicher Praktiken mit Transzendentalbezug sollten eine unübersehbare Signalwirkung haben. Auch hält das uralte Interesse der Massen an Horoskopen, Kartenlegen, Spiritismus, Pendeln, Besprechen, Schutzzauber und primitivem Aberglauben unvermindert an. Das Okkulte hat offenbar immer noch nicht ausgedient.

Okkultismus in den Religionen
Diese okkulten Kräfte, die zu wissenschaftlich nicht erklärbaren Ergebnissen führen, finden sich sonderbarerweise in den Praktiken von allen Religionen, von weiten Teilen des sogenannten Christentums bis zum Heidentum, im Sufismus des Islam wie in der Kabbala des Judentums.

Die römisch-katholische Kirche wendet natürlich ein, dass die Erscheinungen »Marias« und anderer »Heiliger« und die mystischen Erfahrungen von »Heiligen« in Trance nichts mit dem Okkulten zu tun hätten, sondern von Gott stammten. Dasselbe Argument würden extreme Charismatiker ebenso heranziehen, die ihre mystischen Erfahrungen und anscheinend übernatürlichen Heilungen dem Heiligen Geist zuschreiben.

In der »Christlichen Wissenschaft« und anderen intellektuellen Religionen, bei denen Gott ein »Universales Bewusstsein« ist und die das biblische Evangelium der Errettung - durch Gottes Gnade aufgrund von Tod und Auferstehung Jesu - leugnen, wird die Verbindung mit dem Okkulten offensichtlicher. Und wenn wir zu den geheimnisvollen Kräften des Voodoo, der Macumba, des Candomble und anderer Eingeborenen- und Naturreligionen kommen, wird die okkulte Verbindung noch deutlicher.

Die Akzeptanz und Verbreitung aller Aspekte des Okkulten wird in der heutigen Welt immer mehr als vollkommen berechtigt und erstrebenswert angesehen. So ist für einen Medizinmann oder eine praktizierende Hexe eine okkulte Verbindung nichts Peinliches, während dies für einen Christen völlig inakzeptabel wäre. Damit sind wir bei der Frage der Einordnung der okkulten Phänomene.


Der Standort zur Beurteilung des Okkulten

Vom Standpunkt der Bibel her wissen wir um eine Abgrenzung der göttlichen (biblischen) und widergöttlichen (okkulten) Phänomene. „Das Okkulte bezeichnet von Gott verbotene Phänomene übersinnlicher Art, auf die sich der Mensch einlässt in dem Versuch, die Begrenzung seiner fünf Sinne im Blick auf Wissen und Macht zu sprengen, von denen er umgekehrt aber auch in seiner Existenz beeinflusst und bestimmt werden kann“ (Dr. theol. Helge Stadelmann).

Das Okkulte ist eindeutig Teil der Auseinandersetzung von Licht und Finsternis, von Christus und Satan. „Okkultes, magisches Handeln ist ein Brennpunkt, an dem die Frontstellung Gottesherrschaft und Finsternismacht sichtbar wird“ (Dr. theol. Kurt Koch).

Der Christ betrachtet deswegen das Okkulte nur von Gottes Allmacht und vom Sieg Christi her. Satan und seine Mächte stehen nicht mehr im Mittelpunkt. „Jesus Christus hat dem Teufel die Macht genommen“ (Hebr.2,14). „Der Mensch steht auf zweier Mächte Schlachtgebiet. Er ist zu schwach, um seine Neutralität behaupten zu können. Das soll allerdings nicht heißen, daß wir hilflos zwischen den Fronten hin und her gezerrt werden. Nein, der archimedische Wunsch nach einem festen Punkt außerhalb der Erde, d.h. auch außerhalb der naturwissenschaftlichen Gegebenheiten, ist erfüllt. Das Kreuz Jesu ist das Zeichen, daß ER mit allen Mächten der Finsternis fertig geworden ist. Von diesem Sieg her kann man getrost über alle dämonischen Mächte aufklären, weil ihnen die letzte Gewalt genommen ist (Dr. Kurt Koch).

Dem rationalen Hinweis auf außersinnliche Wirkungszentren entspricht in der Bibel das Geheimnis der überpersönlichen Mächte. Da es sich bei okkulter Betätigungen um Kräfte mit destruktiver Wirkung auf das Seelenleben der Menschen handelt, sind hier Mächte gemeint, die mit dem Schöpfer zerfallen sind, nämlich Satan und die Dämonen. Diese Beobachtung ist ein Alarmsignal. Erfahrene Seelsorger berichten von einer aussergewöhnlichen Häufigkeit von Störungen im geistlichen, seelischen, charakterlichen und organischen Bereich in Familien, in denen viel Aberglaube und Zauberei herrscht. Da diese Tatsache naturwissenschaftlich nicht erfassbar ist, wird sie deswegen oft der Welt der Phantasie und Einbildung zugerechnet. Dennoch, es gibt eine höhere Naturordnung, in der das Gesetz der einfachen Kausalität nicht gilt. Diese höhere Naturordnung ist nur vom Glauben erfassbar und unterliegt nicht den Gesetzen einer mathematischen Beweisführung. Jedoch gibt es durch die Berührungen und Durchdringung beider Weltordnungen Hinweise, Bestätigungen, Häufigkeitsbeziehungen, die den Charakter der übernatürlichen Ereignisse erahnen lassen. Dabei zeigen die negativen Auswirkungen der okkulten Praxis, dass das okkulte Geschehen das dämonische Gegenstück zum biblischen Geschehen im Bereich dieser höheren Weltordnung ist. Diese nachgewiesene Häufigkeit von Störungen und Belastungen im Zusammenhang mit einer okkulten Betätigung lässt diesen Schluss zu. Wie die biblische Welt die Zielstrebigkeit auf Erlösung, Neuschöpfung, Endvollendung und Vollkommenheit hat, so hat der Okkultismus das Gefälle zur Zerstörung, Vernichtung, zum Chaos, zur Finsternis.

Es ist Sinn und Absicht dieser Ausführungen, dass angefochtenen und belasteten Menschen Aufklärung und seelsorgerliche Hilfe angeboten wird. „Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre“ 1. Joh.3,8.

Das Spektrum der Formen des Okkulten ist praktisch unüberschaubar. Folgend werden anhand einer alphabetischen Aufzählung einigeThemen genannt, zu denen Sie über meine Webseite nähere Informationen erhalten können. Dabei werde ich mich vorrangig auf die Arbeit meines Freundes Pfarrer Dr. Kurt Koch stützen. Seine in einem fünfzigjährigen Seelsorgedienst erworbenen Erkenntnisse finden bis heute in christlichen Kreisen und auch bei Parapsychologen Respekt und Anerkennung. In meinen Ausführungen geht es jedoch nicht um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung, sondern um allgemeine Aufklärung über die negativen Folgen einer okkulten Betätigung und vor allem um den Weg der Befreiung. – Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Okkultismus ist nachzulesen in dem im Buchhandel erhältlichen sechshundertseitigen Werk von Dr. Kurt Koch Seelsorge und Okkultismus.

1. Formen des Okkulten
2. Charismatischer Okkultismus
3. Die okkulte Belastung
4. Der Weg zur Befreiung

- Okkultismus - Entstehung und Entwicklung finden Sie als PDF in Download unter DER OKKULTISMUS -

1. Erscheinungsformen des Okkulten
Aberglaube– Abschirmen – Akupunktur - Anthroposophie – Antichrist - Atheismus - Baha'i – Besessenheit – Blutsverschreibungen – Buchstabierbrett - Charismatische Strömungen – Dr. Cho - Christliche Wissenschaft – Friedenszeichen – Freimaurerei – Gruppendynamik – Homöopathie – Homosexualität - Hypnose - Irisdiagnose – Illuminaten – Islam - Joga –Karate – Kobolde - Magie– Massensuggestion - Meditation – Mormonen – Ökumene – Pornographie – Rauschgift – Rosenkreuzer - Satanskulte - Schwarze Messe – Scientology – Schule und Okkultismus – 6./7. Buch Moses – Seelenkraft - Sensitivity Training – Spiritismus– Tanz im Gottesdienst – Terrorismus– Tierverwandlungen – Translokation - Transzendentale Meditation – Vampire – Vegetarismus – Vereinigungskirche (Mun-Sekte) - Wahrsagen– Wahrträume – Weleda-Heilmittel – Wiederbringungslehre (Allversöhnung) – Wiedergänger - Zeitgeist – Zungenbewegung.
- Die oben aufgezählten Themen sind der Arbeit von Dr. Koch entnommen und können auf Wunsch per E-mail angefordert werden. -

Der Aberglaube ist ein weitverzweigtes Gebiet mit Tausenden von Abarten. Einige Stichpunkte: Hufeisen befestigen, damit Unglück vom Haus gebannt und dem Glück die Tür geöffnet wird. Tagewählen, um gewisse Handlungen oder Reisen mit Erfolg ausführen zu können. Unberufen, aussprechen dieses Wortes, um damit zu verhüten, daß das Unglück oder die Krankheit, von der man gerade spricht, einen selbst befällt. Unglückszahlen, besonders die Zahl 13. Himmelsbriefe, Brandbriefe oder Amulette werden als Schutz getragen oder im Haus aufbewahrt. Auf Vogelschrei achten oder schwarze Katze, die den Weg kreuzt. Bleigießen, Werfen von Münzen usw. - Zur Welt des echten christlichen Gottesglaubens hat der Teufel die Welt des Aberglaubens entwickelt. Der Aberglaube kann nur da entstehen, wo der lebendige Gottesglaube fehlt. Er ist die Religion Satans, und wer dieser Religion Glauben schenkt, bekennt sich zu ihrem Urheber. Im Grunde bedeutet Aberglaube ein Verfallensein an widergöttliche Mächte.

Das Abschirmen von Häusern geht auf die Vorstellung der Radiästheten (Rutengänger) zurück, die von schädlichen Erdstrahlen sprechen. Diese sind jedoch bis heute physikalisch nicht nachzuweisen. Bei den vermuteten Erdstrahlen bzw. Störzonen handelt es sich um mediale Vorgänge, da diese ausschließlich von medial veranlagten Menschen wahrgenommen werden. Das zeigt sich auch daran, daß diese sog. Erdstrahlen vor allem mittels Rute oder Pendel erfasst werden können. Der gläubige Christ, der unter dem Schutz Gottes steht, reagiert nicht auf diese sog. Erdstrahlen.

Anthroposophie, die „Weisheit vom Menschen“, von Rudolf Steiner begründet, hat als Ziel, das menschliche Wesen zu erforschen. Konzentrationsübungen sollen zur Beherrschung des Denkens und Wollens führen und die im Menschen schlummernden okkulten Kräfte erwecken. Durch einen Akt des Hellsehens soll der Mensch zur Schau der übersinnlichen Welt und seiner früheren Lebensformen durchdringen. Eines der Hauptstücke der Anthroposophie ist die Reinkarnation, die Vorstellung einer Wiederverkörperung des Menschen. Insgesamt ist Rudolf Steiners Lehre eine unheimliche Mischung aus indischen, gnostischen, okkulten theosophischen und christlichen Anschauungen und bedeutet aus biblischer Sicht einen gefährlichen Irrweg.

Atheismus ist ein starkes Bollwerk des Aberglaubens. Die meisten Atheisten haben zwar den Gottesglauben über Bord geworfen, dafür sind sie aber zu Sklaven des Aberglaubens geworden. Unglaube und Aberglaube bedeutet in gleicherweise ein Hingegebensein an gottwidrige Mächte.

Baha‘i Die Bahai-Religion hat islamischen Hintergrund. Sie versteht sich als weltumspannender Glaube mit dem Ziel einer Welteinheitskirche. Damit ist sie eine Bodenbereiterin für den kommenden Antichristen, der ja alles vereinheitlichen wird: einheitliche Währung, zentral gesteuerte Verwaltung, einheitliches politisches- und Steuersystem, einen Weltgerichtshof , die Registrierung jedes Bürgers und eine Welteinheitsreligion. Wer sich in diese universale Einheitsform nicht eingliedern lässt, ist erledigt. „Er kann nicht mehr kaufen noch verkaufen, es sei denn, er trägt das Zeichen des Tieres, des Antichristen (Offb. 13,17). Die Bahai-Religion ist letztlich eine von vielen Wegbereiter des kommenden großen Weltvereinigers, des Antichristen.

Irisdiagnose ist die Vorstellung, daß die Augendiagnostiker aus der Iris die Krankheiten des gesamten Körpers erkennen können. Dazu wird das Auge in Sektoren und Kreise eingeteilt, in denen jedes Organ des Körpers lokalisiert sein soll. Das heißt, jede Krankheit soll sich durch charakteristische Veränderungen der Irisfasern bemerkbar machen. Die Augendiagnose lässt sich zurückführen auf die Astrologie des alten China. Ab 1836 hat der Ungar Pezely die Irisdiagnose wieder aufleben lassen. Ausschlaggebend für ein Funktionieren dieser Diagnose ist der mediale Hintergrund. Nur wenn sowohl des Diagnostiker als auch der Patienten medial veranlagt ist, kommt es zu einer treffsicheren Diagnose.
Joga ist eine der sechs orthodoxen Richtungen des Hinduismus. Das System besteht aus acht Phasen, von denen die untere, der Hatha-Joga, notwendig ist, um den Körper in Passivität zu bringen. Das hat nichts mit Gymnastik zu tun, sondern soll den Schüler Schritt für Schritt Konzentration und passive Meditation lehren. In den oberen Stufen wird das Einssein mit dem Weltgeist angestrebt, die Verbindung mit den dämonischen Mächten. Joga ist eine Form der Selbsterlösung, durch viele reinigende Übungen hinzufinden zu seinem höheren Ich. Der Joga nennt diesen Vorgang Selbstverwirklichung. Joga ist Religion, ein geistiger Weg, eine Bestrebung, den Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen. Mit der biblischen Lehre von der Offenbarung Gottes in Jesus Christus ist der Joga unvereinbar. - Soweit einige wenige Beispiele einzelner Formen des Okkultismus -

2. Charismatischer Okkultismus
- Wegen der großen Aktualität der Verführungen durch falsche Zeichen und Wunder im Raum der christlichen Kirchen wird dieses Thema etwas ausführlicher dargestellt. -

Als Jesus von seinen Jüngern nach den Zeichen für das Bevorstehen seiner Wiederkunft und des Endes der Welt gefragt wurde, nannte er ihnen als erstes Zeichen religiöse Verführung: »Seht zu, dass euch niemand verführe!«. Seine Antwort war eine Warnung. Dann fuhr er fort und erklärte das Wesen der Verführung, wobei er das erste und wichtigste Zeichen dreimal wiederholte:
„Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen ... und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen ... Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe euch gewarnt“ (Mt. 24, 5,11,24,25.

Offensichtlich warnt Christus nicht vor Atheisten oder Führern einer opponierenden nichtchristlichen Religion. Solche Frontalangriffe haben nichts Verführerisches an sich. Christus warnt vielmehr vor einer Verführung, die völlig unterschwellig geschehen wird, weil sie von innerhalb der Christenheit ausgehen wird - und unter seinem Namen!

Verführung von innen
Auch Judas warnt uns: »Gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen« (Judas 4). Eingeschlichen in die Gemeinde Jesu Christi. Dabei handelt es sich nicht um offensichtliche Okkultisten, die heimtückisch in der Christenheit am Werk sind, sondern um »christliche Führungspersonen«. Das wird aus Jesu Beschreibung klar: Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? (Mt 7,22).

Diese Feinde, die sich Christus in seinem Namen widersetzen, sind eindeutig Okkultisten. Da ist eine Macht am Werk, die nicht von Gott ist. Ihre Zeichen und Wunder sind so beeindruckend, dass selbst die Auserwählten in der Gefahr stehen, verführt zu werden. Außerdem überzeugt diese »Kraft« die falschen Propheten selbst, denn sie fragen in offensichtlichem Erstaunen: »Herr, haben wir nicht ...?« Die Darstellung solcher Kraft ist es, die heute Menschen anzieht, die auf der Suche nach Erweckung sind.

Die Gier nach Gesundheit, Wohlstand und göttlicher Macht öffnet okkulten Einflüssen Tür und Tor. Das ist ein Hauptproblem in der charismatischen Bewegung. Benny Hinn gibt zu, dass er, als er zum ersten Mal sah, welche Kraft sich durch Kathryn Kuhlman manifestierte, entschlossen war: »Das will ich auch haben«.

Dieser Benny Hinn erzählte im Fernsehsender TBN unter großer Belustigung, wie einem Herrn das Toupet wegflog, als dieser »unter der Kraft« zu Boden fiel, nachdem Hinn seine Stirn berührt hatte. Der Mann rückte sein Haarteil wieder zurecht, ein wenig schief, stand auf, dann berührte Hinn ihn nochmals, nur um ihn hinfallen und das Toupet fliegen zu sehen. Das wiederholte sich fünfmal, wie Hinn mit verschmitztem Grinsen zugab. - War da etwa Gottes Kraft, der Heilige Geist am Werk? Sicher nicht! Aber welche Kraft warf den Mann dann immer wieder um? Was ist das für eine seltsame Kraft, die Hinn angeblich an den Gräbern von Kathryn Kuhlman und Aimee Semple McPherson empfangen hat? Dieser Frage müssen wir ernstlich nachgehen!

Trancehaftes Geschehen im Christentum
Der folgende Bericht sind die Erfahrungen von Pfarrer Dr. Koch, die dieser schon vor dreißig Jahren machte. „Bei der Heilungspredigerin Kathryn Kuhlman erlebte ich 1970 in Pittsburgh (USA) einen vierstündigen Heilungsgottesdienst mit. Ich habe etwa 50-60 Personen kippen gesehen. Alle fielen rückwärts und bei keinem erkannte ich ein Zeichen der Buße. Kathryn Kuhlman will das Rückwärtskippen mit dem biblischen Vorgang auf dem Berg der Verklärung Mt. 17 erklären. Dort heißt es aber: „Als die Jünger die Stimme hörten, erschraken sie und fielen auf ihr Angesicht.” Wer von dem Geist Gottes getroffen wird, der fällt in Ehrfurcht und Buße auf das Angesicht.

Ein Erlebnis war mir sehr aufschlussreich. Bei einer persönlichen Unterredung mit Kathryn Kuhlman in Pittsburgh betete sie plötzlich mit mir. Sie hielt ihre Hände dabei etwa 15 cm über meinem Kopf. Sofort betete ich in meinem Herzen: „Herr Jesus, wenn diese Frau ihre Kräfte von dir hat, dann segne sie und mich. Hat sie die Gaben und Kräfte nicht von dir, dann schütze mich davor. Ich will nicht unter fremden Einfluss kommen." Während Kathryn betete, stellten sich bereits zwei Gemeindehelfer hinter mir auf, um mich abzufangen. Ich spürte aber nichts und stand wie ein Fels, ohne im geringsten das Bewusstsein zu verlieren. - Seit diesem Erlebnis hielt ich Jahre hindurch meine Augen und Ohren offen, um die Wahrheit dieser riesigen Heilungsdemonstrationen zu ergründen. - Wer sich ausführlich informieren will, findet mehr darüber in dem Buch „Okkultes ABC“.

Ein Theologieprofessor, der an dem Kippvorgang zweifelte, suchte Kathryn Kuhlman in Pittsburgh auf. Er äußerte seine Bedenken über diesen Vorgang „Slain in the Lord”. Bei diesem Gespräch befand sich der Professor im Büro von Frau Kuhlman. Bevor er ging, bat er sie: „Können Sie nicht noch kurz mit mir beten?” Frau Kuhlman trat einen Schritt auf den Professor zu und legte ihm die Hände auf die Schulter. Noch bevor sie beten konnte, fing der Professor zu taumeln an und stürzte zu Boden.

Eine Frau kam zu dem Prediger Kenneth Hagin und wollte geheilt werden. Auf das Gebet des Heilers hin geschah nichts. Dann sagte ihr Hagin: „Ich habe einen Kraftzirkel um mich. Sie sind zu weit von mir weg. Kommen Sie näher!” Die Kranke trat näher, erhielt dann eine Handauflegung, kippte nach hinten um und wurde geheilt.

Ein langer Bericht liegt mir über das Auftreten von Kathryn Kuhlman in Vancouver und Seattle vor. Dieser Beobachter schrieb: "Kathryn Kuhlman nennt sich ein Instrument des Herrn. In Wirklichkeit ist sie ein Medium des Herrn dieser Welt. Ein Mensch kann doch nicht die Wiedergeburt durch den Heiligen Geist bekommen, wenn ihm ein anderer ins Gesicht fasst und einige Worte dazu redet. Was Kathryn Kuhlman zur Schau stellt, ist nicht eine Begabung mit dem Heiligen Geist von Gott, sondern der Geister, die in der Luft herrschen. Diese Geister bedienen sich ihrer, selbst irregeführt und wieder irreführend. Sie ist ein Medium Satans“.

Auf der gleichen Linie liegt die Zuschrift eines bekannten Professors der Theologie der Universität Tübingen. Dieser wiedergeborene Christ schrieb mir: „Kathryn Kuhlman ist eine Spiritistin“.

Hier haben wir den Vorgang der Übertragung von medialen Kräften. Wer von dieser medialen Kraft erfasst worden ist, kann sie an andere weitergeben. Durch ständiges praktizieren mit der medialen Kraft können sich spiritualistische Medien entwickeln, die in Gottesdiensten christliche Botschaften geben, aber auch die Fähigkeit besitzen, andere Teilnehmer in Trance fallen zu lassen. Aus religionsgeschichtlicher Sicht ist das medial bedingte Rückwärtskippen religiös verpackter Spiritismus. Es ist das satanische Gegenstück zum Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist. Die medialen Kräfte sind ja das diabolische Gegenstück zu den Geistesgaben Gottes. Dieser Schluss ist deshalb berechtigt, weil sich mediale Kräfte durch Gebet stoppen und überwinden lassen.

Das ist die entsetzliche Verblendung bei vielen Christen, daß mediale, okkulte Krafterweisungen als Gaben des Heiligen Geistes angesehen werden. Es ist auch eine Erfahrungstatsache, daß die Medialität bei Bekehrungen nicht immer gleichzeitig verschwindet. Es gibt viele Christen, die unbewußt medial sind. Sie nehmen dann manchmal seltsame geistliche Entwicklungen. Das bewusstlose Rückwärtskippen ist ein solches Zeichen von Medialität. - Die Erfahrungen mit der Charismatischen Bewegung lehren uns, mehr denn je um die Gabe der Geisterunterscheidung zu bitten und uns im Glauben und Gehorsam vom Worte Gottes und vom Heiligen Geist in alle Wahrheit leiten zu lassen“. - Soweit Pfarrer Dr. Koch.

Eine falsche Zeichen-und-Wunder Bewegung
Heute versuchen die Hinns, Hagins, Copelands & Co. sich selbst und andere zu überzeugen, daß die angeblich von ihnen gewirkten Wunder beweisen würden, dass sie zu Christus gehören. Kann es nicht sein, dass einige der heutigen Charismatiker zu denen gehören, die sagen werden: »Herr, Herr, haben wir nicht ...« und denen der Herr antworten wird: »Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir ... « (Mt 7,23)? - Wenn nicht sie, wer dann?

Jesus warnt in seinem Wort ganz klar vor einer falschen Zeichen-und-Wunder Bewegung in den letzten Tagen. Paulus ging weiter ins Detail: „Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden ...immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. Auf die Weise aber, wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, so widerstehen auch sie der Wahrheit, Menschen, verdorben in der Gesinnung, im Blick auf den Glauben unbewährt“ (2.Tim. 3,1;7-8).

Jannes und Jambres waren Okkultisten am Hof des Pharao. Durch die Kraft Satans kopierten sie einige der Wunder, die Gott durch Mose und Aaron tat. Paulus erklärt, dass in den letzten Tagen der Widerstand gegen die Wahrheit von denen ausgeht, die durch die Kraft Satans Wunder wirken, die wie Wunder Gottes aussehen, und die somit den Glauben pervertieren.

Viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen. Jesus beschreibt hier keine kleine Randerscheinung. Die falsche Erweckung wird sich auf die ganze Welt erstrecken. Tatsächlich ist eine solche Bewegung im Gange und wächst mit der Unterstützung derer, die es eigentlich besser wissen müssten.

Verführen und verführt werden
Drei Jahre lang warnte Paulus die Ältesten von Ephesus Nacht und Tag unter Tränen, dass sogar aus ihrer eigenen Mitte Männer aufstehen würden und »verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her« (Apg. 20,28-31). Die Charismatische Bewegung ist insbesondere die Gefolgschaft von Männern und Frauen, die »verkehrte Dinge reden« und Zeichen und Wunder verheißen, darunter Kenneth Hagin, Kenneth und Gloria Copeland, Marilyn Hickey, Frederick K. C. Price, Oral Roberts, Pat Robertson, Benny Hinn, Yonggi Cho, R. Howard-Browne und andere.

Diese Führer glauben vielleicht aufrichtig, sie würden Christus dienen, doch sie haben die Bibel verdreht. Sie legen Nachdruck auf die Kraft des Heiligen Geistes und erstreben diese ohne großartige Beachtung der Tatsache, dass der Heilige Geist der Geist der Wahrheit ist. Aber die okkulte Macht, die sich durch solche falschen Propheten manifestiert, bringt ihre Anhänger dazu, über all das hinwegzusehen.

Charismatische »Christliche Wissenschaft«
Kenneth Hagin spricht von Gottes »Gesetz des Glaubens«. Yonggi Cho lehrt dasselbe und gibt zu, dass die »Gesetze der vierten Dimension« Wunder für Okkultisten genau wie für Christen bewirken können. Er beschuldigt die Christen sogar, diese Gesetze nicht zu ihrem Erfolg angewendet zu haben, ganz im Gegenteil zu den Okkultisten. Pat Robertson nennt uns die acht »Gesetze des Reiches«. Wie Cho, Hagin und andere sieht auch Robertson diese Gesetze als für jeden anwendbar an, sogar für Gottlose. Damit sind wir zurück bei der Christlichen Wissenschaft und ihrer okkulten Verbindung!

Die Geheimnisse des Erfolges, die Napoleon Hill aus der Geisterwelt empfing, sind von der charismatischen Bewegung und auch von einem erheblichen Teil der Evangelikalen mit offenen Armen aufgenommen worden. Das »Höchste Geheimnis«, das Hill von dämonischen Wesen erhielt, lautete: »Alles was der menschliche Geist glauben kann, kann der menschliche Geist erreichen.« Oral Roberts behauptet, dass Gott ihm grundsätzlich dasselbe Prinzip geoffenbart habe: „Was immer du dir vorstellen und glauben kannst, das kannst du tun.“ ...

Roberts bezieht sich, wie viele andere führende Charismatiker, eindeutig auf das, was Hill als »die magische Kraft des Glaubens« bezeichnete. Norman Vincent Peale nannte es die Kraft des positiven Denkens und Robert Schuller nennt es die Kraft des Denkens in Möglichkeiten.

Oral Roberts behauptet entdeckt zu haben, dass Kranke geheilt werden, wenn er sie mit seiner rechten Hand berührt, nicht aber mit seiner linken. Auch das ist Okkultismus - und in Wirklichkeit wurden nur wenige geheilt, wenn überhaupt welche. In der Bibel ist ein derartiges » Zeichen« nirgends zu finden, doch ist es unter einer Anzahl von Okkultisten und falschen Propheten aufgetreten, wie z. B. William Branham, der sich selbst nie sicher war, ob es Gott oder Satan war, der ihm seine Kraft verlieh, der aber in seiner linken Hand »Gott spürte« Roberts sagte: „Ich hörte Gott zu mir sagen, dass ich von nun an seine Gegenwart in meiner rechten Hand erfahren würde ... Für eine große Zahl Kranker war Gottes Gegenwart in meiner rechten Hand sicherlich ein Zeichen, dass es einen Gott gibt und dass es seinem Wesen entspricht, zu heilen“.

Der Kontaktpunkt
Der Mensch hat es schon immer als hilfreich empfunden, etwas Greifbares zu haben, woran er glaubt. Ein Zauberstab ist ein magisches Instrument, das anscheinend Wunder bewirkt. Als Hilfsmittel zur Weissagung lässt sich jeder Gegenstand verwenden, der zum Kontaktpunkt mit der spirituellen Welt wird. Fetische und Talismane und römisch-katholische Kruzifixe, Medaillen und Bilder wie auch orthodoxe Ikonen spielen alle dieselbe Rolle. Andere Weissagungsmittel sind Ouijaboards, Pendel, Wünschelruten, Kristallkugeln, Tarotkarten, Tierkreiszeichen usw. Diese Gegenstände bieten etwas Sichtbares, um bei denen eine Erwartung zu erzeugen, die daran glauben. Hexerei macht magische Getränke, Kerzen und andere greifbare Gegenstände nutzbar, als Brücke in die Geisterwelt. Alle diese Objekte funktionieren natürlich gemäß der Prinzipien, die Pat Robertson als die metaphysischen Gesetze des geheimen Königreiches bezeichnet. Der »Kontaktpunkt« der Charismatiker gehört in dieselbe Kategorie okkulter Hilfsmittel. Oral Roberts hat ihn als seine »größte Entdeckung« bezeichnet. Oral hat mehrmals einen Umriss seiner Hand versandt, damit seine Anhänger ihre Hände als Kontaktpunkt darauf legen. Andere »Glaubensheiler« haben ihre eigenen Varianten dieser Okkulttechnik und bei Fernsehübertragungen ist der Bildschirm an sich für den Zuschauer das zu berührende Objekt.

In einem Spendenrundbrief schrieb Roberts: „Nehmen Sie das beigefügte Kontaktpunkt-Erinnerungsposter und hängen Sie es dort auf, wo es Ihnen unmöglich ist, es nicht täglich zu sehen. Legen Sie Ihre Hand auf meine und sprechen sie laut: »Ich verbinde meinen Glauben mit Oral Roberts ... Ich erwarte mein Wunder ...« Nehmen Sie Ihr Gebetsblatt und stellen Sie sicher, dass sich Ihre rechte Hand auf dem Gebetsblatt befindet. Schreiben Sie dann Ihre Wünsche auf die Hand. Ich möchte Ihre Bitten am 28. Juli im Gebetsturm salben und werde meine Hand auf den Umriss Ihrer Hand legen und dabei diesen explosiven Glauben freisetzen, damit Ihnen ein Wunder zuteil wird! Vergessen Sie nicht das Kästchen anzukreuzen, damit ich weiß, dass Sie ein Fläschchen Salböl bestellen. Wenn Sie es erhalten, wenden Sie dieses Öl im Namen Jesu auf jeden Bereich an, in welchem Sie offene Wünsche haben“.

Schlichte Unwissenheit hat zu dem Trugschluss geführt, ein etwaiger »Kontaktpunkt« sei der Schlüssel zu Wundern. Glaubensheiler haben so Millionen ihrer Anhänger in eine weitere Form des Okkultismus geführt.

John Goodwin, ein enger Gefährte von John Wimber, schreibt: Wimber sprach vom Gebrauch von Reliquien, um Menschen zu heilen. Er glaubte, das sei berechtigt ... Reliquien sind Dinge, die Heilige entweder berührt oder besessen haben, ihre Knochen, eine Haarlocke, Dinge, die von der heilenden Kraft des Heiligen durchdrungen sind, und wenn jemand in Kontakt mit dieser Reliquie kommt, wird er geheilt. Wimber hat diesen Glauben gefördert. Er sagt: »Das läuft in der katholischen Kirche seit 1200 Jahren so ... Wir Protestanten haben ein Problem damit ... aber wir Heiler sollten kein Problem damit haben.«

Die Verachtung der Lehre
Biblische Lehre ist ein Reservoir an Wahrheit und unser Schild gegen Verirrungen. Ein Kennzeichen der letzten Tage vor Jesu Wiederkunft ist die Weigerung, alles anhand der Bibel zu prüfen. John Wimber stützte sich auf Erfahrungen, und Erfahrungen sind es, die bei den gegenwärtigen »Erweckungen« allem voran erstrebt werden. Niemand fährt zu einer Toronto-Lach-Erweckung oder zur Erweckung von Pensacola, um biblische Auslegungen zu hören; vielmehr fährt man dorthin, um zu erfahren, was als »eine frische Berührung des Heiligen Geistes« bezeichnet wird. Und wie kann man wissen, dass man eine solche Berührung empfangen hat? Nur durch Gefühle und körperliche Kennzeichen, oftmals von der groteskesten Art.

Die Lehre, die man bei solchen Treffen zu hören bekommt, ist häufig verwirrt und verdreht. In der Brownsville Assembly of God in Pensacola beobachtete der amerikanische Buchautor Dave Hunt, wie ein Mann sich auf der Bühne wälzte und Steve Hill dem Publikum seine Irrlehre präsentierte: »Er gebiert, er gebiert euch spirituell ... er stirbt, auf dass ihr Leben habt.«

Wie traurig muss ein solches Abweichen von der gesunden Lehre von Gottes Gnade den Einen machen, der sagte: »Die Wahrheit wird euch frei machen« (Job 8,32). Und auf welche Bindungen haben sich viele in der Kirche eingelassen, weil es am richtigen Blick für die Wahrheit fehlt. Lasst uns nicht von denen irre machen, die »sich nebeneingeschlichen« haben!

Der Toronto-Segen
1994 überrollte die sogenannte "Toronto-Welle" die Gemeinden und das "Lachen im Geist" war schnell in vielen charismatischen Kreisen akzeptiert. Pastoren reisten nach USA, Kanada und Argentinien, um es nach Europa zu importieren.

Das Phänomen des Umfallens hatte doch noch einige Christen davon abgehalten, sich diesem Geist zu öffnen. Es war für sie zu befremdend und zu negativ im Erscheinungsbild. Es braucht nämlich eine größere Offenheit, um sich für das „Umfallen“ als für das „Lachen“ zu öffnen. Verständlich, denn wir lachen alle gerne. Lachen ist „salonfähiger“ als Rückwärtsfallen.

Dr. Erich Schindler, Pastor in Österreich, berichtete von einem Besuch in Argentinien, wo man ihm vor der Predigt die Hände auflegte und er dann über eine Stunde lachte, weil er damit nicht aufhören konnte - und dies alles, während dort eine sehr ernste Predigt gehalten wurde.
Wer aber nun dieses Phänomen des „heiligen Lachens“ mehr als nur oberflächlich betrachtet, sieht , daß es sich hier um einen Zwang zum Lachen handelt. Eine geistliche Kraft bemächtigt sich der Menschen und zwingt sie, zu lachen und zu lachen und zu lachen ...

Intercessors for Britain schreibt dazu: "Wir glauben, daß hier verführerische Geister in der Gemeinde Christi an der Arbeit sind. Gelächter ist selbst während des Lesens einiger der ernstesten Passagen der Bibel vorgekommen und es scheint uns, daß der Böse hier spottet...“

Missionar Werner Bartl berichtet: Ein befreundeter Pastor erzählte mir von einer Versammlung in England, wo dieses Lachen ausbrach. Dies geschah, als der Prediger die Stelle aus dem Neuen Testament zitierte, wo der abgeschlagene Kopf Johannes des Täufers auf einem Tablett serviert wird. Genau bei dieser Stelle brach das „heilige Lachen“ aus. - Ob dies nur menschlich war oder dämonisch inspiriert - göttlich inspiriert war es sicherlich nicht.

Julia Duin zitiert Rodney Howard Browne in Charisma, August 1994: "Eines Abends predigte ich über die Hölle und Gelächter begann den ganzen Raum schlagartig zu erfüllen. Je mehr ich den Menschen erzählte, wie die Hölle sein würde, desto mehr lachten sie."

Verführung kam wieder im neuesten Gewand in die Gemeinde. Mit solchen Manifestationen sind viele Gotteskinder nun erneut einer billigen, dämonischen Fälschung auf den Leim gegangen. Traurigerweise gehören dazu viele Geschwister, die den Herrn lieben. Es ist erschütternd, wohin die Gemeinde Jesu geraten ist! Man wird unwillkürlich an Mesmers hypnotherapeutische Sitzungen erinnert, über die es beispielsweise heißt: „... einige sind still und ruhig ... fühlen lokale oder allgemeine Hitze ... andere wiederum werden durch Zuckungen betroffen oder gequält. Diese Zuckungen sind bemerkenswert bei der Anzahl der Betroffenen und ihrer Beziehung zur Dauer und Stärke. Ihnen geht voran oder folgt ein Stadium der Teilnahmslosigkeit oder Trance“.

Es ist bekannt, daß auch in anderen Religionen Erfahrungen mit ähnlichen Phänomenen gemacht werden. Lachtherapien sind auch in der New-Age-Therapie in Benutzung.

Eine Hauptfigur dieser Torontobewegung war der Südafrikaner Rodney-Howard-Browne, welcher in starker Verbindung zur „Wohlstandslehre“ und der „Glaubensbewegung“ steht. Seine Spezialität ist es, den Menschen das Lachen zu „befehlen“. „Werde erfüllt! Wir lösen die Kraft! Nimm noch einen Drink!“

Browne nennt sich selbst den "Barmixer des heiligen Geistes". Seine besondere Berufung erlebte er 1979 als er eine „zweite Geistestaufe“ erfuhr. Wenige Monate danach streckte er seine Hand in Richtung einer Frau aus, als folgendes geschah: „Es fühlte sich an, als würden sich meine Fingerspitzen lösen, und aus meiner Hand floss eine volle Ladung der Salbung und der Kraft Gottes: es floss direkt in ihre Stirn, und dann krümmte sie sich auf dem Fußboden ... Es fühlte sich an, als wäre meine Hand ein Feuerwehrschlauch. Da wirst du langsam nervös. Du denkst: Ich muss wohl aufpassen, auf wen ich dieses Ding richte. Das Ding ist jetzt geladen."

Gerhard Wissmann, der im Leiterschaftsteam der "Biblischen Glaubensgemeinde Stuttgart (Peter Wenz) mehrere Jahre tätig war, berichtet: „Unter Handauflegung von Reinhardt Bonnke wurde ich wie von einem Blitz getroffen und nach hinten auf einen harten Steinboden geschleudert, wobei jegliches körperliche Gefühl verschwunden war. Bei einer anderen Handauflegung erlebte ich für einige Sekunden, wie ich aus meinem Körper herausschwebte und eine beglückende Schwerelosigkeit mich umfing. Gleichzeitig fiel ich nach hinten. Persönlich operierte ich in meinem Dienst mit denselben Kräftewirkungen. In einem Fall wurde eine Person, der ich mich nur näherte, mit Wucht nach hinten gerissen. Nach meinem Austritt aus der BGG Stuttgart und Abstandnehmen von der Lehre traten für einige Zeit seltsame Phänomene bei mir auf, wie sie nachweislich bei Personen geschehen, die sich aus der Zauberei bzw. dem Satanismus lösen. Eines Morgens wurde ich plötzlich aus dem Schlaf gerissen, weil ich von einer starken Kraft im Zimmer regelrecht umgedreht und beim Aufstehen nach hinten gerissen wurde. Eine lähmende Strömung kam durch meinen Körper und Todesangst befiel meine Seele. Nur mit Mühe konnte ich mich an diesem Morgen in ein anderes Zimmer schleppen. Immer wieder versuchte mich diese Kraft umzuwerfen oder nach unten zu ziehen. Eine nie erlebte Schwäche befiel mich.
Es folgten einige qualvolle Nächte, die ich meist sitzend im Bett verbrachte, weil jedes Mal, wenn ich mich flach hinlegen wollte „Etwas“ an mir zerrte, das mich hinab in mein „Grab“ ziehen wollte. So jedenfalls empfand ich es psychisch und physisch. In meiner Arbeit als Ingenieur war ich oft stark durch diese lähmenden Erscheinungen, die mit starken Schwindeln und mit Übelkeit verbunden waren, beeinträchtigt. Manchmal wurde ich für Bruchteile von Sekunden aus meinem Körper gezogen und ich glaubte nach hinten zu stürzen ...
von ganzem Herzen danke ich dem Herrn Jesus Christus, daß er mich und meine Familie durch die Kraft seines Wortes aus dem Bannkreis dieser religiösen Mächte gezogen und wieder gesund an Geist, Seele und Leib gemacht hat. Wir sehen uns mit neuer Freude an der gesunden biblischen Lehre beschenkt und mit einem tiefen inneren Frieden.“

3. Die okkulte Belastung und ihre Folgen

Pfarrer Dr. Koch schreibt dazu: „... Vergessen wir jedoch nicht: Die okkulte Belastung ist ein religiöser Begriff und kein medizinischer Terminus. Der Seelsorger ist zuständig, nicht der Mediziner.“ - „Wir halten an allen diesen Stellen fest, daß der Okkultismus sowohl in wissenschaftlicher als auch in primitiver Form unter dem Gericht Gottes steht. Gott hat sie dahingegeben. Das ist der letzte Grund, warum bei den vielen Formen des Okkulten so viele schwere Schädigungen an Leib und Seele auftreten. Es sollen diese Folgen einmal kurz zusammengefasst werden. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß die Zusammenstellung der Folgen nur die Angabe von Häufigkeitserscheinungen darstellen. Es handelt sich nicht um eine einfache Kausalität (Ursächlichkeit)."

Es zeigen sich bei okkult belasteten Menschen in großer Häufigkeit:

In religiöser Hinsicht beim atheistischen Typ Widerstand gegen alles Göttliche, Verstockung, Zweifelsucht, Lästersucht, Unfähigkeit zum Glauben und Beten.
Beim “frommen” Typ zeigen sich Selbstgerechtigkeit, geistlicher Hochmut, Pharisäismus, Heuchelei, Unempfindlichkeit gegen das Wirken des Heiligen Geistes.

In charakterlicher Hinsicht finden sich abnormale Leidenschaftlichkeit, Hang zu Süchten, Haltlosigkeit (Nikotin, Alkohol, sexuelle Entgleisungen), Jähzorn, Geiz, Klatschsucht, Egoismus, Fluchgeist usw.

In medizinischer Hinsicht finden sich in okkult belasteten Familien in merkwürdiger Häufung nervöse Störungen, psychopathische und hysterische Erscheinungsbilder, Veitstanz, Lähmungserscheinungen, Fallsucht, Missgeburten, Taubstummheit, mediumistische Psychosen, Neigung zu Gemüts- und Geisteskrankheiten usw.“

Was ist der letzte Hintergrund einer okkulten Belastung? Bei allen Zaubereisünden löst sich der Mensch von Gott und wendet sich zu den Abgöttern. Wer dem Teufel dient, erhält des Teufels Lohn. Wer Gott preisgibt, gibt sich selbst preis. An vielen Stellen der Bibel wird deutlich, daß Zauberei eine Ursünde ist, entschlossener Abfall vom lebendigen Gott.

4. Die Befreiung aus okkulter Belastung
Gegenüber der okkulten und schwarmgeistigen Verseuchung unseres Volkes erwächst der christlichen Seelsorge eine doppelte Aufgabe. Es geht um sachgemäße Aufklärung und um vollmächtige seelsorgerliche Hilfe und Wegweisung. Dieser Wächterdienst darf nicht durch eine schreiende Unkenntnis des Okkultismus unterhöhlt und damit von vornherein entkräftet sein.

Der Okkultismus läuft in vielen Formen parallel - wenigstens dem Scheine nach - zu biblischen Tatsachen. In der Frage seiner Wirksamkeit allerdings steht er entgegengesetzt. Göttliche Hilfe und Wunder wirken stärkend und aufbauend, okkulte Hilfe zerstört und reißt nieder. Der Okkultismus bringt nur Scheinhilfe, schwerwiegende Verlagerungen auf andere Gebiete. Geringe Entlastungen in einem Bereich werden mit furchtbaren Belastungen in anderen Bereichen bezahlt.

Psychiater, Psychotherapeuten, und Psychologen sind für die Behandlung okkult belasteter Menschen nicht zuständig. Die okkulte Belastung ist kein medizinisches oder psychologisches Problem, sondern ein biblisch seelsorgerlicher Tatbestand. Nur wenn der belastete Mensch zu Christus kommen will, ist echte und ganze Hilfe möglich. Christus ist der Standort, von dem aus alle abergläubischen und okkulten Strömungen in ihrer Tiefe verstanden werden und Christus ist der Sieger über alle satanischen Mächte.

Die Befreiung aus okkulter Belastung soll folgend in Stichpunkten kurz dargestellt werden. Die Grundlage einer solchen Befreiung ist die Tat Christi, das seelsorgerliche Ringen ist nur der Weg, die Verwirklichung und das Bestehen der Befreiung geschieht durch die Auslieferung an Christus, im Bleiben in IHM.

Die Befreiung durch Christus
Seelsorgerliche Ratschläge sollen hier nur in Form einer Gliederung gegeben werden. Diese Darstellung von Dr. Koch ist in folgende Schritte unterteilt:

Nur Jesus ist der Befreiungsweg (Mt. 11,28; Joh. 6,37)
Alle okkulten Gegenstände und Bücher müssen vernichtet werden (Apg.19,19)
Mediale Kontakte sind zu lösen (Eph. 5,11)
Die Beichte. Erkennen und Bekennen der Schuld (1.Joh. 1,9)
Das Lossagegebet. Lossagen von den Zaubereisünden der Vorfahren und des eigenen Lebens (Jes. 2,22)
Die Vergebung der Sünden. Ergreifen der Vergebung im Glauben (Hebr. 11,6; Eph. 1,7)
Das Lossprechen – mit Hilfe eines vollmächtigen Seelsorgers (Mt. 18,18)
Der Gebetskreis (Mt. 18,19)
Beten und Fasten (Mt. 17,21)
Unter dem Schutz des Blutes Jesu (Hebr. 9, 14)
Gebieten im Namen Jesu (Apg. 18,16)
Die Gnadenmittel (Apg. 2, 42)
Vorsicht wegen der Rückkehr der Dämonen (Lk. 11, 24)
Die geistliche Waffenrüstung (Eph. 6, 10 f.)
Die Verwirklichung des Sieges Jesu über alle finstern Mächte (1. Kor. 15, 57)
Die völlige Auslieferung an Jesus (Eph. 4, 24)

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